Säure-Basen- und Elektrolytstörungen

Überblick

Der physiologische („normale") Blut-pH beträgt 7.4 (norm: 7.35-7.45). Störungen des Säure-Basen-Haushalts sind durch Veränderungen des Blut-pH in Kombination mit dem Serum-Bikarbonat oder PaCO2 gekennzeichnet. Bei den Erkrankungen handelt es sich je nachdem, ob es sich um einer Übersäuerung (pH < 7.35) oder Alkalinisierung (pH > 7.45) handelt, um eine Azidose oder Alkalose. Die Niere ist für die Regulation des Säure-Basen-Haushalts essentiell. Daher kommt es im Rahmen von verschiedenen Arten von Nierenerkrankungen zu einer Azidose. Eine Azidose kann sehr schwerwiegende Folgen wie z.B. Wachstumsretardierung, Störungen des Muskelaufbaus und Knochenstoffwechsels, Insulinresistenz und Hyperkaliämie haben. Anhand von Studien aus den letzten Jahren kann die Behandlung der metabolischen Azidose zur Verlangsamung einer chronischen Niereninsuffizienz führen.

Säure-Basen- und Elektrolytstörungen gehören daher zu einem Forschungsschwerpunkt unserer Klinik, was den Patienten die zusätzliche Möglichkeit bietet, von den neuesten Kenntnissen und Behandlungsmöglichkeiten in diesem Bereich zu profitieren. 

Unsere Abklärungs- und Behandlungsmöglichkeiten

Die Klinik für Nephrologie bietet eine spezialisierte Abklärung für Säure-Basen- und Elektrolytstörungen an. Diese beinhaltet Spezialtests (z.B. Ammoniumchlorid-Belastungstest, Furosemid-Fludrocortison-Test etc.) sowie – falls notwendig – entsprechende genetische Untersuchungen.

Zusammenarbeit am USZ

Durch die enge und ergänzende Zusammenarbeit mit der Klinik für Endokrinologie und dem Institut für klinische Chemie erfolgt die Abklärung nach dem höchsten Standard. Experten aus den verschiedenen Kliniken ermöglichen somit eine kompetente Abklärung und Behandlung von Säure-Basen- und Elektrolytstörungen.

Weitere Informationen

Mohebbi, Nilufar (2014). Metabolische Azidose und Progression der chronischen Niereninsuffizienz.
Leading Opinions. Innere Medizin, (1):76-79.

Säure-Basen-Haushalt (Wikipedia)

Letzte Aktualisierung: 03.05.2017 | Verantwortlich:
PD Dr. N. Mohebbi